Haemonetics Technologien

Sterile Blutsammlung durch Einweg - Blutverarbeitungssysteme
Haemonetics Blutverarbeitungssysteme arbeiten mit sterilen Markeneinwegsets. Die Basis bilden sterile, ebenfalls zur einmaligen Benutzung ausgelegte Kammern, in denen das Blut gesammelt und in seine Bestandteile separiert werden kann.

Die Funktionsweise unserer Geräte sieht als ersten Schritt das Vermischen von Spender bzw. Patientenblut mit einer sterilen Antikoagulanslösung vor, um die Blutgerinnung zu hemmen. Das antikoagulierte Blut wird anschließend vom Spender bzw. Patienten zur Blutverarbeitungskammer durch Einweg-Plastikschläuche gepumpt.

Hohe Effizienz bei der Blutverarbeitung
Der Blutzufluß wird durch Mikroprozessoren kontrolliert und ist je nach Verfahren unterschiedlich. Im Allgemeinen fließt das Blut in die Zentrifugenkammer und wird analog zur unterschiedlichen Dichte in seine Bestandteile aufgetrennt, wobei sich die schwersten Zellen (rote Blutzellen) nach außen und die leichteren Zellen und das Plasma sich nach innen bewegen.

Während der Plasma- und Komponentensammlung treten das Plasma und die Zellen, die gesammelt werden sollen, durch das obere Ende der Zentrifugenkammer (Glocke) aus. Sie werden in spezielle Sammelbeutel geleitet. Blutbestandteile, die nicht gesammelt werden sollen, werden an den Spender bzw. Patienten zurückgegeben.

Während der Wundblutverarbeitung bleiben die intakten roten Blutzellen in der Zentrifugenkammer. Die anderen Blutbestandteile und Fremdmaterialen werden durch einen anschließenden Waschvorgang aus der Zentrifugenkammer verdrängt. Das so entstandene gewaschene Erythrozytenprodukt wird danach in einen Retransfusionsbeutel zur späteren Zurückgabe an den Patienten geleitet.

Sicherheit gewährleistet
Haemonetics Systeme beinhalten eine Zentrifuge, Ultraschallsensoren, optische Systeme, pneumatische und verschiedene elektromechanische Schaltmechanismen. Die Geräte sind so programmiert, dass sie den Blutverarbeitungsvorgang genau kontrollieren, um dem Patienten bzw. Spender höchste Sicherheit zu gewährleisten. Jedes der Systeme benötigt verschiedene Kombinationen von Leuchtdioden, optischen Linsensystemen, Fiberoptik und Optokopplern. Die Überwachung des Blutverarbeitungsvorgangs erfolgt mittels Systemmikroprozessoren.

Die Lathamglocke – eine Revolution in der Blutsammlung und -verarbeitung
Die nach ihren Erfinder Allan Jack Latham Jr., dem Gründer von Haemonetics, benannte Latham Glocke ist eine Kammer zur Blutverarbeitung.

Die Latham-Glocke hat die Blutsammlung- und verarbeitung revolutionisiert.

Sie ist eine einmal verwendbare Plastikkammer, die sich bei hohen Geschwindigkeiten (zwischen 3000 und 6000 Umdrehungen pro Minute) in einer Zentrifuge dreht. Die zeit- und kostenintensive Reinigung der vorher verwendeten Mehrwegbehältnisse entfällt, ebenso wie das Risiko der Kontamination aufgrund von Fehlern bei der Reinigung.

Die BMB-Glocke
Die BMB-Glocke findet in den Bereichen Plasmapherese und Cell Saving Verwendung. Sie unterscheidet sich lediglich durch eine andere Form von der Lathamglocke und wird in einen Zentrifugenbecher eingesetzt.

Dynamische DiskTM
Eine weitere, patentierte Separationstechnologie wird „Dynamic Disk” genannt, weil Größe und Form der Separationskammer während der Blutverarbeitung dynamisch angepasst werden kann. Während des Betriebes dehnt sich die elastische Begrenzung und ändert damit die Form, um das zu verarbeitende Blutvolumen aufzunehmen. Diese einzigartige Eigenschaft der Dynamic Disk erlaubt es, kleine, portable und hochautomatisierte Systeme zu entwickeln, die Produkte mit hohem Hämatokrit bereitstellen.