Plasmasammlung
Plasma kann aus Vollblut oder durch die maschinelle Plasmapherese gewonnen werden. Plasma wird zur Substitution von Gerinnungsfaktoren und Eiweiß transfundiert. Plasma ist primär kein Volumenersatzmittel.
Plasma aus Vollblut
wird durch Zentrifugation gewonnen, indem die Vollblutkonserve zentrifugiert und anschließend das Plasma abgepresst wird; die Menge des Plasmas ist abhängig vom Spender-Hämatokrit. Somit resultieren aus jeder Vollblutspende unterschiedliche Mengen an Plasma.
Maschinelle Plasmapherese
wird mit einen Zell- oder Plasmaseparator durchgeführt. Die gewünschte Menge Plasma kann vorab festgelegt werden. Der Spender wird direkt mittels eines Einmalsets an die Maschine angeschlossen. Die Haemonetics Geräte PCS 2, MCS 3p und MCS + bieten dieses Verfahren mit den oben genannten Vorteilen an.
Indikationen
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große Blutverluste |
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Massivtransfusion |
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Blutgerinnungsstörungen aufgrund von Leberschäden |
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Substitutionstherapie bei Gerinnungsfaktormangel (besonders Faktoren V und XI) Austauschtransfusion/therapeutischer Plasmaaustausch |
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zur Herstellung von Medikamenten (Gerinnungsfaktoren, Eiweiß, Impfstoffe) |
Andere fehlende Gerinnungsfaktoren werden durch speziell hergestellte Präparate aus Plasma verabreicht. Dazu gehören Gerinnungsfaktoren und Humaneiweiße. Das Plasma sollte so schnell wie möglich, vorzugsweise 6-8 Stunden bei -50° C schockgefroren werden. Bei - 30° C ist dieses 1 Jahr haltbar. Gefrorenes Frischplasma unterliegt einer Quarantänelagerung von 6 Monaten. 200-250 ml entsprechen 1 Einheit Plasma und enthalten insbesondere Gerinnungsfaktoren, Albumine, Immunglobuline.
Qualitätsmerkmale
Erythrozyten < 6 x 109/l
Leukozyten < 0,5 x 109/l
Thrombozyten < 20 x 109/l
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