Hereditäre Hämochromatose (HH)Die Hämochromatose ist eine der häufigsten erblichen Krankheiten in Europa, allein in Deutschland leiden schätzungsweise zweihundert- bis vierhunderttausend Menschen darunter (Homozygotenhäufigkeit 1:200 - 1:400; autosomal-rezessive Erbkrankheit). Männer erkranken dabei 5-10 mal häufiger als Frauen. Bei 70 % der Erkrankten treten die ersten Symptome im Alter von 40-60 Jahren auf. HH ist eine Eisenspeicherkrankheit, verursacht durch eine Resorptionsstörung von Eisen im oberen Dünndarm (statt 4-5 g speichert der Körper bis zu 80 g). Das aufgenommene Eisen wird in bestimmten Organen abgelagert, wie Leber, Herz, Gelenken, etc. und verursacht dort auf Dauer spezifische Krankheitsbilder. Die Folgen einer unbehandelten Hämochromatose sind starke Ermüdungserscheinungen, Gelenkprobleme, Diabetes, Hautpigmentierungen, Herzprobleme, Hormonstörungen, Impotenz, eine Leberzirrhose bis hin zum Leberkrebs. |